Krankheiten des Karpfen

Krankheiten beim Karpfen sind in unangetasteten Naturgewässern alleine der natürlichen Auslese zuzuschreiben. Leider gibt es kaum noch Gewässer in denen sich der Fischbestand und somit auch das natürliche Gleichgewicht von selbst regulieren darf.

Gesunden Karpfen mit normalem, intakten Immunsystem können die meisten bakteriellen Erkrankungen oder Viruskrankheiten nichts anhaben. Schwache und alte Karpfen werden somit aussortiert um den gesunden Futter und Lebensraum zu erhalten.

Krankheiten in Vereinsgewässern oder sonstigen Angelteichen finden ihre Ursache meist in unsachgemäßer Gewässerpflege oder in der falschen Handhabung gefangener Fische. Unter Gewässerpflege zählt unter anderem auch der Besatz, die Wasserqualität, die Gewässerbeschaffenheit und somit auch das Wohlbefinden der Karpfen.

Stress oder die falsche Wasserbeschaffenheit (Wasserqualität) sind Krankheitsförderer Nr.1 in unseren Gewässern. Durch beides wird das Immunsystem der Karpfen in die Knie gezwungen und bietet somit den Nährboden für Viren und Bakterien.

Stress lässt sich durch nicht zu hohe Besatzdichten, Rückzugsmöglichkeiten vor Badegästen wie Schilffgürtel usw. oder ganztägiger Sonneneinstrahlung und ähnlichen Dingen verringern.

Häufig sind infizierte Besatzfische das Todesurteil für einen intakten, gesunden Fischbestand. Medikamentös behandelte Besatzfische haben keinerlei Anzeichen für einen Viren- oder Parasietenbefall und übertragen diese auf den ungeschützten Bestand an Karpfen.

Geht also ordentlich mit euren Fischen um und informiert euch über Fischzüchter bevor ihr dort Besatzfisch bezieht. Ganz wichtig, achtet auf das Gleichgewicht beim Besatz und achtet nicht nur auf Quantität.

Nachfolgend die wichtigsten Krankheitsbilder und mögliche Ursachen dazu.