Saprolegnia (Fischschimmel)

Der Fischschimmel ist die am weitesten verbreitete Krankheit unter unseren heimischen Karpfen. Saprolegnia ist eine Schimmelart, welche auf abgestorbenen Pflanzenresten und toten Fischen lebt und somit Sporen im gesamten Gewässer verteilt.

Karpfen mit einem intakten Immunsystem und einer unverletzten Schleimhaut kann der Pilz in 99% aller Fälle nichts anhaben. Die häufigsten Infektionen finden durch Verletzungen an Flossen und Maul statt. Dies ist meist auf die falsche Behandlung gefangener Karpfen zurückzuführen. Oft wird die Schleimhaut verletzt und bietet somit ungeschützte Angriffsflächen für die Sporen im Wasser.

Durch die Verbreitung des Pilzes wird die Abwehrkraft des Karpfen geschwächt und somit die Infektion mit Viren oder der Befall mit Parasiten ermöglicht. Leider führt diese Infektion dann meist zum Tod des Fisches.

Symptome der Krankheit

Erkennbar ist der Pilzbefall durch trübweiße Flossenränder oder Lippen. Kurz danach sind auch schon die schwammigen weißen Schimmelflecken zu erkennen.

Behandlung erkrankter Karpfen

Wer die Möglichkeit hat ein solches Tier zu hältern, kann versuchen den Karpfen gesund zu pflegen. Die Temperatur sollte bei ca 20-25 C° liegen (langsam eingewöhnen) und das Wasser kann leicht mit antibakteriellen Mitteln versehen werden um Begleitinfektionen vorzubeugen.

Ein Teil des Wassers sollte täglich gewechselt werden. Die befallenen Stellen können mit einem weichen nassen Lappen (Watte oder ähnlichem) vorsichtig abgestrichen werden und mit Blauspray (auf Qualität achten) behandelt werden.