Tipps zur Grundangeln auf Karpfen

Es ist darauf zu achten, dass kein Stopper das Laufblei beim Biss eines Fisches behindert und dass das Blei nicht am Knoten der Schnur am Wirbel hängen bleibt (falls dies der Fall ist, sollte ein anderer Knoten verwendet werden oder eine Perle zwischen dem Blei und dem Knoten angebracht werden).

Durch ein größeres Gewicht des Laufbleies kann eine grössere Wurfentfernung erreicht werden (es muss jedoch auf das Wurfgewicht der Angel geachtet werden).

Häufiges Auswerfen pro/contra

Ob man nun die Position des Köders im Gewässer häufig wechselt und die Angel häufig neu auswirft oder sie möglichst lange an einer Stelle lässt bleibt jedem selbst überlassen.

Im Folgenden möchte ich zwei gegensätzliche Meinungen vorstellen. Nun kann sich jeder selbst ein Bild machen und dies durch Versuche bestätigen oder verwerfen.

These 1

Karpfenhaken Kraut Um die Bisschancen zu steigern, sollte man die Angel alle 20 Minuten neu auslegen. Da es des Öfteren vorkommt, dass der Köder in einem Krautfeld oder ähnlichem liegt.

These 2

Um die Bisschancen zu steigern, sollte die Montage nach dem Auswerfen nicht mehr groß bewegt werden. Äste, Blätter oder Kraut verhaken sich nur im Vorfach wenn an diesem gezogen wird.

Wer auf einer Sandbank oder einer kiesigen Stelle fischt kann, nach dem die Montage merklich Bodenkontakt hatte, durch einen kurzen Zug mit der Rute nach oben, die Montage strecken.

So ist man sicher das das Blei nicht auf dem Vorfach oder dem Haken liegt. Wer auf schlammigen, verkrautetem oder mit Blättern bedeckten Grund angelt, sollte wie erwähnt, keinen Zug mehr auf die Montage ausüben um den Haken sauber zu halten.

Je länger der Köder im Wasser ist, desto größer ist seine Lockwirkung. Die Lockstoffe bzw. der Geruch und die Geschmackstoffe werden mit der Strömung (auch im See) mitgetragen und ziehen mit der Zeit immer größere Kreise.

Wird der Köder nun aus dem Wasser entfernt, bricht die Lockspur ab und ein Karpfen, welcher in vieleicht 20 Min. den Köder erreicht hätte, bricht die Suche ab, weil 5 Min bevor er angekommen wäre, die Lockspur unterbrochen ist.

Bei Ködern, welche am Haar angeboten werden, ist eine Selbsthakmontage von Vorteil. Dabei weil spuckt der Karpfen den Köder samt Haken aus sobald der Karpfen den Metallhaken spürt. Bei normalen Haken schaut man ja auch drauf, das er ganz bedeckt ist um keine Unruhe bei dem Fisch auszulösen.

Bei normalen Vorfächern ist eine Laufmontage von Vorteil. Die Schnur sollte sauber durch das Bleilaufröhrchen laufen, damit der Karpfen keine Lunte riecht und den Köder wieder ausspuckt.

Die Wurfeigenschaften lassen sich durch ein wenig Übung und die richtige Abstimmung zwischen Rute, Rolle, Schnur und Blei enorm verbessern. Für weite Würfe sollten Rollen voll bespuhlt und möglichst mit großen Schnurwindungen versehen sein.

Große Ringe bei einer Rute sind durch weniger Reibung (Schnur=Rutenring) von Vorteil. Schnur mit wenig bis garkeiner Dehnung gibt die Möglichkeit für weitere Würfe als sehr elastischer Silk.

Das Blei sollte Torpedo oder Birnenförmig sein um wenig Luftwiederstand bei Wurf zu erzeugen. Wer 10-15 Gram unter dem maximalen Wurfgewicht der Rute bleibt, wird bessere Weiten erzielen, als jemand der die Rute voll auslastet und ihr somit keinen Spielraum (Federung) mehr lässt.