Der Anschlag beim Biss des Karpfen

Beim Biss eines Karpfen sollte man einen Anschlag setzen. Doch wie macht man dies genau ? Auf was sollte man achten ?

Im Folgenden wird auf diese Fragen eingegangen und Tipps gegeben.

Wozu ist der Anschlag ?

Wenn der Karpfen einen Köder aufgenommen hat, dann befindet sich der Köder und der Haken im Maul des Karpfen. Der Haken hat sich noch nicht ins Maul des Karpfen gebohrt. Spürt der Karpfen nun den Haken, so kann er den Köder mit dem Haken wieder aus dem Maul pusten.

Um genau diesem entgegen zu wirken wird nach dem Biss ein Anschlag gesetzt.

Was passiert bei einem Anschlag ?

Bei einem Anschlag wird ein Ruck auf die Schnur und damit auch auf den Haken ausgeübt. Es zieht den Haken in Richtung Maulausgang beim Karpfen. Aufgrund der Form der Hakens gleitet dieser nicht durch das Maul hinaus, sondern verfängt sich im Fleich oder der Karpfenlippe.

Was muss ich vor dem Anschlag beachten ?

Vor dem Anschlag sollte man erst die Schnur ganz leicht spannen. Besonders wichtig ist es den Schnurbogen, der sich evtl. auf der Wasseroberfläche gebildet hat zu beseitigen. Der erste Anschlag muss sitzen.

War der Anschlag zu stark ?

Wie kräftig man anschlagen sollte muss man etwas im Gefühl haben. Bei zu starken Anschlägen schlitzt der Haken das Fleisch im Karpfenmaul auf und gleitet aus dem Karpfenmaul. Dies tritt besonders bei geflochtenen Schnüren auf, doch dazu später mehr.

War der Anschlag zu schwach ?

Bei einem zu schwachen Anschlag gehen beim Drill viele Fische verloren. (Jedoch kann es auch viele andere Ursachen geben, weshalb ein Fisch beim Drill verloren geht.) Der Haken hat sich nicht weit genug ins Fleich gebohrt. Beim Drill kann der Karpfen den Haken abschütteln.

Schnurdehnung bei monofiler Schnur

Die Dehnung wird bei der monofilen Schnur oft unterschätzt. Teilweise dehnt sich die Schnur um bis zu 30%. Bei 10 Meter Schnur wären dies bis zu 3 Meter Dehnung. Sie kommt uns beim Drill des Karpfen zugute wenn sie die Stösse abfedert.

Jedoch kann sie beim Anschlag eher hinderlich sein. Nimmt man an, man hat den Köder sehr weit geworfen, so muss bei einem Anschlag die Dehnung berücksichtigt werden.

Dazu spannt man die Schnur vor dem Anschlag und läuft während des Anschlags 1-2 Schritte zurück. Aber vorsicht, ich habe schon Angler gesehen, die beim Zurücklaufen über ihren Angelstuhl gefallen sind.

Ist der Biss hingegen nur wenige Meter vom Ufer entfernt erfolgt so brauch des Anschlag nicht so heftig ausfallen.